Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

2. Timotheus 3,16 (Monatsspruch für Februar)

Gott persönlich erfahren und seine Stimme zu vernehmen ist wahrhaft eine lebensentscheidende Entdeckung. „GOTT ein Schriftsteller!“ so fasste Johann Georg Hamann (1730 – 1788) das Wunder der Bibel in Worte. Wie hat sich Gott der Vater gedemütigt, als er sich selbst die Hände schmutzig machte und den Menschen erschuf! Was für eine Erniedrigung bedeutete es, dass Gott der Sohn zum Allerverachtesten unter den Menschen und in Gottes Augen zum Sünder des ganzen Volkes wurde mit dessen Tod am Kreuz die Sünde aller ausgetilgt wurde! Und schließlich: Wie hat sich Gott der Heilige Geist erniedrigt, da er dem Menschen mit schwachen irdischen Buchstaben in seiner Sprache und Geschichte das ewige Wort GOTTES – seinen Ratschluss und seine Geheimnisse offenbart! 

So ist GOTT jedem durch sein Wort allezeit nahe. So kommt ER uns täglich entgegen und nimmt Wohnung in unserer Seele. „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, dass ich zu euch geredet habe!“ (Joh. 15,3) bezeugt Jesus seinen Jüngern. Paulus spricht von der Schrift als dem von Gottes Geist ausgehauchten (eingegebenen) Wort des lebendigen Gottes. Sie wirkt den Glauben und entzaubert allen irdischen Mächte ihrer Allmachtsfantasien. Sie ist ein Wort, das nicht trügt oder täuscht. Sie ist und bleibt darum DAS Buch DER Bücher – DIE Schrift schlechthin, denn nur sie allein lehrt vom ewigen Leben.  Die Bibel ist damit jener „archimedische Punkt“, von dem aus sich irdische Teufelskreise aus den Angeln heben lassen und das Leben auf eine neue Umlaufbahn gesetzt wird.

Die vor uns liegende Passionszeit ist wieder eine gute Gelegenheit um sich in die Schrift zu vertiefen. Ein Buch der Bibel (wieder) einmal komplett zu lesen. In die Stille zu gehen, sich Gottes Wort auszusetzen und mit IHM ins Gespräch zu kommen. Sie sind ganz besonders eingeladen zu den Abenden der Bibelwoche und der Zurüstung im Blick auf die Heilige Osternacht (Katechumenat) jeweils donnerstags.

Eine gesegnete und fruchtbare Passionszeit wünscht Ihnen, Ihr Pfarrer Falk Klemm 

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