„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“
Jesaja 53,4-5
Die meisten berühmten Menschen, die Nationen geprägt und die Welt verändert haben, verdanken ihre Berühmtheit, dem was sie durch ihr Leben bewirkten, nicht ihrem Tod. Bei Jesus aber, der wie kein zweiter die Weltgeschichte verändert hat, steht seine Hingabe in den Tod – das Kreuz – im Mittelpunkt.
Das Wort vom Kreuz – ein brutales Geschehen – wird als das Evangelium bezeichnet, als die „Gute Nachricht“. IBIS AD CRUCEM – „Du gehst ans Kreuz!“ Das waren die gefürchtetsten Worte in der Zeit der Antike. Das Kreuz, anerkanntes Spitzenprodukt menschlichen Sadismus, wurde nur bei schwersten Verbrechen quasi zur Abschreckung verhängt.
Der Herr Jesus fügt sich freiwillig und schuldlos in dieses über IHN verhängte Urteil. In Treue erfüllt er den Auftrag seines himmlischen Vaters, nämlich zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben für viele (Mk. 10,45). Hier erweist sich SEINE Liebe zu uns. Der Schaden im tiefsten Bereich unseres Wesens und Daseins forderte zur Heilung ein solches Opfer. Das erfährt jeder Mensch bis heute, der sich mit seinem Schaden unter das Kreuz Jesu stellt. Es liegt Kraft und Vollmacht darin.
Niemand kann diese Hingabe und Liebe Jesu für uns rückgängig machen. Wir können sie jedoch dankbar akzeptieren, im Glauben annehmen. Darin liegt Heilung für allen unseren Schaden sowie Kraft in allem, womit wir beladen und niedergedrückt sind.
In Russland lebten einst viele Menschen in einem Appartement-Haus. Der Keller des Hauses war mit dem Gerümpel und Schrott aller Familien, die dort wohnten, angefüllt. Unter all den vergammelten und weggeworfenen Sachen befand sich eine wunderschöne Harfe, die niemand hatte reparieren können. An einem verschneiten Winterabend fragte ein Landstreicher, ob er wohl in dem Gebäude schlafen dürfte. Die Bewohner räumten ihn eine Kellerecke aus, und er war glücklich, da bleiben zu können. Kurz darauf drang wunderbare Musik aus dem Keller nach oben. Der Eigentümer der Harfe rannte in den Keller und fand den Gammler das Instrument spielend vor. „Wie hast du das hingekriegt, sie zu reparieren? Wir haben es probiert und nicht geschafft“, sagte er. Der Landstreicher antwortete: „Ich habe diese Harfe vor Jahren gebaut, und wenn man etwas gemacht hat, kann man es auch reparieren.“
Gebet: „Herr, du hast mich gemacht. Wie schön ist es, dass du bereit und in der Lage bist, mich auch wieder in Ordnung zu bringen.“
Eine gesegnete Passions- und Osterzeit!